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Seit dem 5. Mai leben wir auf Pump - Erdüberlastungstag 2021 zwingt zu schnellem und beherztem Handeln

Wir werden nicht müde, alljährlich auf den Erdüberlastungstag hinzuweisen und Maßnahmen einzufordern, damit Zukunft für die nächsten Generationen bleibt“, so der ÖDP-Bundestagskandidat Franz Josef Natterer-Babych.

Der Erdüberlastungstag ist eine Kampagne der Organisation Global Footprint Network, einer in den USA und der Schweiz ansässigen Denkfabrik. Diese benennt jährlich den Stichtag, ab dem die Bevölkerung eines Landes und des Planeten alle natürlichen Ressourcen verbraucht hat, die im Laufe eines Jahres erzeugt werden können. Seit 1970 übersteigt der Verbrauch der Menschheit die Ressourcen, die die Natur zur Verfügung stellen kann. Im vergangenen Jahr war der globale Erdüberlastungstag am 22.August; in Deutschland am 3. Mai.

Dank Corona und der damit bedingter reduzierter Wirtschaftsleistung war der Erdüberlastungstag in diesem Jahr in Deutschland zwei Tage später, also „erst“ am 5. Mai. „Ab jetzt leben wir auf Pump, auf Kosten kommender Generationen und der Menschen im globalen Süden sowieso, die deutlich weniger verbrauchen, aber stärker von den ökologischen Folgen betroffen sind“, so der ÖDP-Kreisvorsitzende Michael Hofer. „Um es noch drastischer darzustellen:  Wenn alle Menschen so leben wie wir, benötigen wir etwa 3,2 Erden aber „there is no planet B“, wie nicht nur die jungen Leute von Fridays for Future erkannt haben. Der lasche Umgang der Regierung bringt mich auf die Palme. Das ist ein Schlag ins Gesicht vor allem der jungen Generation“, so Michael Hofer. „Es geht ums Klima, aber eben nicht nur darum. Die ökologischen Grenzen des Planeten sind klar umrissen und es besteht dringender Handlungsbedarf auf internationaler, nationaler aber auch lokaler Ebene. Wir müssen ressourcensparender leben und wirtschaften sowie vor allem das fossile Zeitalter schneller beenden. Der ökologische Fußabdruck der Menschen und der Wirtschaft muss deutlich verkleinert werden“.

Bundestagskandidat Natterer-Babych benennt verschiedene Handlungsfelder, wo ein Umsteuern auch bei uns im Allgäu relativ schnell erfolgen könnte, beispielsweise beim Konsum: (Mehrweggeschirr statt Einwegverpackung to-go ), Energie: (Aufhebung der H10 Regel für Windkraftanlagen), Verkehr: (Elektrifizierung der Allgäubahn statt immer noch Dieselloks/ B12-Ausbau viel kleiner dimensionieren), Tourismus: (Flugreisen: Kerosin-Subventionierung stoppen/ hochwertiger Mehrtagestourismus im alpinen Bereich  wie in der Schweiz fördern), Landwirtschaft/ Ernährung: (Weiterführung der Ökomodellregion Allgäu)u. v. m. „Wir brauchen endlich eine umfassende Ökologie des Alltagslebens, eine generationen- und länderübergreifende Gerechtigkeit und das Prinzip des Gemeinwohls, wenn wir überleben wollen. Die von der Bundesregierung aktuell angestrebten Neuerungen sind nur ein Abklatsch dessen, was seit Jahren überfällig ist,“ so der junge Familienvater Natterer-Babych.