Besuch von Alexander Abt, unserem lokalen EU-Spitzenkandidaten, auf dem Biohof Haneberg in Kempten

Im Rahmen seines Europawahlkampfes besuchte Alexander Abt, Schwäbischer Euro-Spitzenkandidat und Nummer drei auf der bundesweiten ÖDP Liste, in der vergangenen Woche den Biobetrieb Haneberg in Kempten Lenzfried.

Gerade jetzt nach dem erfolgreichen Volksbegehren "Artenvielfalt", wird klar, dass viele Befürchtungen der Landwirte sich als gegenstandslos herausgestellt haben. Im Gegenteil: Neue Verdienstmöglichkeiten bei gleichzeitigem Schaffen mit der Natur zeichnen sich ab! Um die Zahl unserer Brüsseler EU Vertreter zu erhöhen gilt es, verlorenes Vertrauen der Bauern zurückzugewinnen. Dazu sind erfolgreiche Landwirte als Beispiele wichtig, die schon seit langer Zeit so wirtschaften, wie es erst ab dem 8. Mai Vorschrift werden soll. Solch ein Hof ist der Betrieb HANEBERG.

Schon vor 33 Jahren entschloss sich Richard Haneberg auf jeglichen Handelsdünger und Kraftfutter zu verzichten, damals noch ohne dafür vom Freistaat gefördert zu werden. Die seit 1992 bestehenden bayerischen Hilfen bezeichnet der Biobauer als im deutschen Vergleich vorbildlich. Seit über 30 Jahren hat der Betrieb auf Heumilch umgestellt und mäht seitdem auch genau so, wie es das Ziel des Volksbegehrens "Artenvielfalt" will: Zeitlich versetzte, so dass nie die Gesamtfläche kahl ist und die letzte Wiese erst am 15.6. geschnitten wird. Ziel: Ausblühen der Wiesenblumen und damit Schaffung von Bienenweiden; Nachteil: Der Nährwert des "späten" Grases/Heus ist durch erhöhten Rohfaseranteil vermindert. Die im Zuge der Umstellung getätigten Investitionen dienten v. a. der Förderung des Betriebsablaufes bei gleichzeitigem Erreichen des Biogedankens: So wurde schon 1988 ein Winterauslauf fürs Vieh und 2002 ein Laufstall neu gebaut, wobei das schützende Grasdach zusätzlich für ein gutes Stallklima sorgt.

An den vielleicht zukünftigen Brüsseler Abgeordneten Alexander Abt hatte Richard Haneberg zwei Bitten: Zum einen, dass das Umgehen mit der gerade grassierenden Blauzungenkrankheit beim Vieh geändert wird, v.a. da z.Zt. gar kein Impfstoff mehr vorhanden ist und die Bauern von der Verwaltung und der Politik im "Regen" stehen gelassen werden. Das zweite betrifft die bis 2025 vorgeschriebene sehr teure Umstellung des Bschüttens auf Schleppschläuche, eine Technik, die im heimischen bergigen Gelände oft gar nicht funktioniert.

Von links: Alexander Abt, Dr. Philipp Jedelhauser, Richard Haneberg
Alle Bildrechte: Lucia Fischer

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